Die polnische Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde UOKiK hat ING Bank Śląski, Bank Ochrony Środowiska, Nest Bank und Plus Bank neue Vorgaben für den Umgang mit unbefugten Kontobewegungen gemacht. Darüber berichtete inPoland.net.pl am Mittwoch, 4. November.

Nach den Feststellungen der Behörde lehnten die Institute Rückzahlungen häufig mit dem Hinweis ab, eine PIN-Eingabe oder Bestätigung in der App belege die Zustimmung des Kunden. UOKiK-Chef Tomasz Chróstny stellte klar, dass eine technisch korrekt authentifizierte Zahlung dafür nicht ausreicht. Die Bank müsse eine bewusste Freigabe oder grobe Fahrlässigkeit nachweisen.

Grundsätzlich ist der abgebuchte Betrag nach polnischem Recht spätestens bis zum Ende des nächsten Arbeitstags nach Eingang der Meldung zu erstatten. Ausnahmen gelten bei einem begründeten Betrugsverdacht gegen den Kunden sowie dann, wenn die fragliche Transaktion mehr als 13 Monate zurückliegt.

Die Banken sollen Beschwerden seit dem 16. November 2022 nochmals prüfen und berechtigte Erstattungen bis spätestens 31. Dezember 2027 leisten. Abgewiesene ehemalige Kunden müssen über eine mögliche Wiederaufnahme informiert werden. Zudem sind die Entscheidungen zu veröffentlichen; bis zum 30. April 2028 sollen die Institute der Behörde über die Umsetzung berichten.