Humanoide Roboter lernen, sich präziser und natürlicher zu bewegen
Neue Steuerungsmethoden helfen humanoiden Robotern, besser das Gleichgewicht zu halten, die Bewegungen ihrer Gliedmaßen zu koordinieren und sich schneller an Veränderungen in ihrer Umgebung anzupassen.
Dank der Kombination moderner Sensoren, maschineller Lernalgorithmen und fortschrittlicher Steuerungssysteme werden die Bewegungen humanoider Roboter zunehmend präziser. Die Maschinen können die Position ihres Körpers schneller erfassen, die Belastung auf beide Beine verteilen und ihre Bewegungsbahn beim Gehen oder bei komplexen Tätigkeiten korrigieren.
Eine besondere Rolle spielt dabei die Verarbeitung von Daten aus Kameras, Kraftsensoren, Gyroskopen und räumlichen Orientierungssystemen. Anhand von Informationen über den Untergrund und Objekte in der Umgebung kann ein Roboter seine Schrittlänge anpassen, nach einem Stoß das Gleichgewicht wiedererlangen oder einen Gegenstand präziser greifen.
Entwickler trainieren Roboter zudem in virtuellen Umgebungen, in denen sich Stürze, Hindernisse und ungewöhnliche Situationen gefahrlos beliebig oft simulieren lassen. Anschließend werden die so trainierten Steuerungsmodelle auf physische Plattformen übertragen und weiter an reale Bedingungen angepasst.
Eine bessere Koordination erweitert die Einsatzmöglichkeiten humanoider Systeme in der Produktion, Logistik, bei Rettungseinsätzen und im Dienstleistungssektor. Für einen sicheren Betrieb in unmittelbarer Nähe von Menschen benötigen Roboter zugleich zuverlässige Mechanismen zur Kraftbegrenzung, Bewegungsvorhersage und Notabschaltung.