Die deutschen Agrar-Erzeugerpreise sind im August 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,0 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Juli erhöhten sie sich zugleich um 5,5 Prozent. Das war der stärkste monatliche Anstieg seit März 2022, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch, 14. Oktober, mitteilte.

Für pflanzliche Erzeugnisse mussten Abnehmer 12,3 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor. Damit wurde erstmals seit Juli 2024 wieder ein Anstieg im Jahresvergleich verzeichnet. Besonders stark verteuerten sich Speisekartoffeln mit 61,5 Prozent; binnen eines Monats legten ihre Preise sogar um 93,0 Prozent zu. Gemüse kostete 14,3 Prozent und Getreide 11,5 Prozent mehr, während Obst um 20,4 Prozent billiger wurde.

Bei Tieren und tierischen Erzeugnissen gingen die Preise dagegen binnen Jahresfrist um 16,6 Prozent zurück. Milch verbilligte sich um 23,9 Prozent, Schlachtschweine um 19,0 Prozent und Rinder um 12,9 Prozent. Auch Geflügel war günstiger, wohingegen die Eierpreise um 7,9 Prozent stiegen.