Beim G20-Außenministertreffen in Atlanta ist das übliche gemeinsame Gruppenbild am 30. Oktober ausgefallen. Mehrere Minister lehnten eine Aufnahme ab, an der auch der russische Außenminister Sergej Lawrow teilnehmen sollte.

Darüber berichtete Radio Svoboda am Freitag, 30. Oktober. Deutschlands Außenminister Johann Wadephul begründete den Schritt damit, dass es keine normalen Beziehungen zu Russland gebe. Sein polnischer Amtskollege Radoslaw Sikorski bezeichnete Lawrows Teilnahme als unangenehmen Moment. Russlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa reagierte mit einer spöttischen Bemerkung.

Die Beratungen in den USA finden am 30. und 31. Oktober statt. Auf der Tagesordnung stehen Russlands Krieg gegen die Ukraine, die Militäroperationen der USA und Israels im Iran sowie Behinderungen des Öltanker-Verkehrs durch die Straße von Hormus. Weitere Themen sind US-Zölle und Chinas Vorgehen im Südchinesischen Meer.

US-Präsident Donald Trump hatte Wladimir Putin zuvor zum für Dezember vorgesehenen G20-Gipfel eingeladen. Er brachte dabei auch ein mögliches Treffen Putins mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ins Gespräch. Kremlsprecher Dmitri Peskow dankte Washington für die Einladung, erklärte aber, eine Teilnahmeentscheidung sei noch nicht gefallen.