2,6 Millionen Menschen in Deutschland haben türkische Einwanderungsgeschichte
Menschen mit türkischer Einwanderungsgeschichte bildeten 2025 die größte Herkunftsgruppe innerhalb der eingewanderten Bevölkerung und ihrer Nachkommen.
In Deutschland lebten 2025 rund 2,6 Millionen Menschen mit türkischer Einwanderungsgeschichte. Das entsprach 3,2 % der Bevölkerung in privaten Hauptwohnsitzhaushalten. Etwa 56 % waren selbst eingewandert, 44 % wurden in Deutschland geboren.
Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag, 29. Oktober, zum 65. Jahrestag des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens mit. Unter den selbst Eingewanderten befanden sich noch rund 125.000 frühere Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter, die zwischen 1961 und dem Anwerbestopp 1973 nach Deutschland gekommen waren.
Die aus der Türkei Eingewanderten lebten im Durchschnitt seit 32,4 Jahren in Deutschland. Ein Drittel der weiterhin im Land lebenden Gruppe war zwischen 1974 und 1989 zugezogen, weitere 21 % kamen seit 2014. Als häufigster Einwanderungsgrund wurden mit 64 % familiäre Motive genannt.
Von den 15- bis 64-jährigen Eingewanderten aus der Türkei waren 61 % erwerbstätig; in der Gesamtbevölkerung derselben Altersgruppe lag die Quote bei 77 %. Regional lebten 73 % der Menschen mit türkischer Einwanderungsgeschichte in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern oder Hessen.