Russischer Diesel dürfte US-Kraftstoffpreise kaum senken
Die von Donald Trump genannten Liefermengen fallen im Vergleich zum amerikanischen Export gering aus. Zudem ist unklar, ob es tatsächlich zu einer gegenseitigen Feuerpause gegen Energieanlagen kommt.
Die angekündigte Dieselvereinbarung zwischen den USA und Russland dürfte an amerikanischen Tankstellen kaum für Entlastung sorgen. Darüber berichtete Radio Svoboda am Dienstag, 13. Oktober, unter Verweis auf die Größenordnung des US-Marktes.
Nach den Angaben von Donald Trump soll Russland bis Ende Oktober 300.000 Tonnen Diesel bereitstellen. Im November sollen 500.000 Tonnen folgen, später eine weitere Million Tonnen. Das US-Finanzministerium erteilte dafür eine befristete Genehmigung bis zum 7. April 2027; Russland lockerte zugleich seine Ausfuhrbeschränkungen.
Allein im August exportierten US-Unternehmen rund 7,2 Millionen Tonnen Diesel. Die russischen Mengen entsprechen damit nur einem kleinen Teil des regulären amerikanischen Außenhandels und können den von hohen Rohölpreisen geprägten Kraftstoffmarkt voraussichtlich nicht entscheidend verändern.
Fraglich bleibt auch, ob Russland die Zusagen erfüllen kann, falls ukrainische Drohnenangriffe auf Raffinerien anhalten. Die Ukraine stellte eine gegenseitige Aussetzung von Angriffen auf Energieanlagen in Aussicht. Eine entsprechende Bestätigung aus Moskau liegt jedoch nicht vor, während russische Angriffe auf die ukrainische Energieversorgung fortgesetzt wurden.