Mutmaßlicher Auftraggeber des Starlink-Anschlags in Deutschland gefasst
Ermittler nahmen nahe Stuttgart einen türkischen Staatsbürger fest, der den Brandanschlag auf eine Starlink-Bodenstation in Polen veranlasst haben soll. Bei der Durchsuchung wurden Telefone und Munition sichergestellt.
Im Raum Reutlingen ist ein Mann festgenommen worden, dem die Beauftragung des Brandanschlags auf eine polnische Starlink-Bodenstation vorgeworfen wird. Darüber berichtete inPoland.net.pl am Dienstag, 3. November.
Der türkische Staatsangehörige soll den Angriff auf die Anlage in Wola Krabowska von Deutschland aus organisiert haben. Die Station, die Ende September in Brand gesetzt wurde, stellte unter anderem Internetzugang für die Ukraine bereit. In der Wohnung des Verdächtigen fanden die Ermittler acht Mobiltelefone und Munition. Gegen ihn wurde der Vorwurf der Vorbereitung einer terroristischen Straftat erhoben.
Bereits am 12. Oktober waren in Deutschland zwei türkische Staatsbürger festgenommen worden, die den Brand gelegt und Sabotage im Auftrag eines ausländischen Nachrichtendienstes begangen haben sollen. Europäische Haftbefehle sahen ihre Überstellung nach Polen vor. Zudem nahmen die Behörden eine 24-jährige Türkin fest, die das Duo in der Nacht zum 23. September nach Polen gefahren haben soll.
Ein weiterer Beschuldigter, ein ukrainischer Staatsbürger, sitzt seit dem 30. September in Polen in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen, das Gelände ausgekundschaftet sowie Fotos und Videos an den mutmaßlichen Auftraggeber geschickt zu haben. Polnische Stellen hatten Russland hinter dem Anschlag vermutet; nähere Belege dafür wurden in dem Bericht nicht genannt.