Vor der Kongresswahl am 3. November deuten Modelle auf Zugewinne der Demokraten in beiden Kammern hin. Als besonders wahrscheinliche Konstellation gelten 52 demokratische Sitze im Senat sowie mindestens 230 Mandate im Repräsentantenhaus.

Darüber berichtete Radio Svoboda am Samstag, 31. Oktober. Polymarket und Kalshi beziffern die Wahrscheinlichkeit einer demokratischen Senatsmehrheit auf rund 70 Prozent; für die Übernahme des Repräsentantenhauses liegt sie demnach bei mehr als 90 Prozent.

Für die Machtverhältnisse im Senat dürften etwa neun Rennen ausschlaggebend sein. Im Fokus stehen unter anderem Michigan, Ohio, Texas, Maine und Alaska. Prognostiker weisen darauf hin, dass regionale Ergebnisse stark miteinander korrelieren und eine landesweite Abweichung der Umfragen mehrere demokratische Kandidaten zugleich treffen könnte.

Die hohe Beteiligung an der vorzeitigen Stimmabgabe, insbesondere in Nevada, wird als mögliches Zeichen einer demokratischen Welle gewertet. Sie liefert jedoch keine verlässliche Hochrechnung. Zusätzliche Unsicherheit schafft in Alaska der Streit um zwei Kandidaten mit dem Namen Sullivan, der die Aussichten der Demokratin Mary Peltola in einem knappen Rennen belasten könnte.