Deutschlands private Haushalte legten 2025 einen überdurchschnittlich hohen Anteil ihres verfügbaren Bruttoeinkommens zurück. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag, 27. Oktober, mitteilte, belief sich die Bruttosparquote auf 18,9 Prozent.

Im europäischen Vergleich kamen Frankreich auf 17,8 Prozent, die Niederlande auf 17,4 Prozent, Österreich auf 15,7 Prozent und Italien auf 10,8 Prozent. Noch höher lag die Quote in der Schweiz mit 27,4 Prozent, was Destatis mit der dort größeren Bedeutung der privaten Altersvorsorge erklärt. Für die USA wurden 10,7 Prozent ausgewiesen.

Auch über einen längeren Zeitraum blieb die Sparneigung in Deutschland hoch: Von 2016 bis 2025 betrug die Quote im Mittel 19,1 Prozent. Im ersten Halbjahr 2026 lag sie wie im Gesamtjahr 2025 bei 18,9 Prozent, nach 19,6 Prozent im Jahr 2024. Den Höchstwert von 22,9 Prozent erreichte sie 2020 während der Covid-19-Pandemie.

Die Bruttosparquote setzt das Sparen der Haushalte vor Abzug von Abschreibungen ins Verhältnis zum verfügbaren Einkommen. Insbesondere die Angaben für 2025 und das erste Halbjahr 2026 sind noch vorläufig.