Bei Einsätzen in Lodz, Torun, Tczew und Krakau nahmen polnische Behörden sechs Verdächtige fest. Es handelt sich um zwei Frauen und vier Männer im Alter von 19 bis 34 Jahren mit polnischer, ukrainischer, moldauischer und georgischer Staatsangehörigkeit.

Darüber berichtete inPoland.net.pl am Freitag, 23. Oktober. Gegen fünf Personen wurde der Vorwurf erhoben, einer internationalen bewaffneten kriminellen Vereinigung anzugehören. Drei Männer kamen in Untersuchungshaft.

Die Gruppe soll über Internetanzeigen Menschen mit dem Versprechen eines leichten Verdienstes angeworben haben. Diese stellten gegen Bezahlung ihre Bankkonten zur Verfügung und übergaben Kontodaten, Karten, Passwörter sowie PIN-Codes. Das Geld wurde den Ermittlungen zufolge per Blik weitergeleitet, an Automaten abgehoben oder zum Kauf von Kryptowährungen genutzt.

Das Netzwerk war den Angaben zufolge zwischen 2024 und 2026 in mehreren Teilen Polens aktiv und wusch nahezu zwei Millionen Zloty. In dem gesamten Verfahren wurden 49 Personen beschuldigt, davon befinden sich 19 in Haft. Im Fall einer Verurteilung drohen bis zu 15 Jahre Gefängnis.