Die republikanische Wahlkampfstrategie gerät wegen hoher Kraftstoffpreise unter Druck. Über die politischen Folgen der Diesel-Debatte berichtete Radio Svoboda am Samstag, 17. Oktober, in einer Ausgabe des Podcasts „Populäres Amerika“.

Der Ökonom Konstantin Sonin von der Universität Chicago bewertete die mit Russland vereinbarte Liefermenge als zu gering, um die Preise in den Vereinigten Staaten zu beeinflussen. Das Volumen liege unter dem täglichen US-Verbrauch, während das Land selbst weltweit zu den größten Diesel-Exporteuren gehöre.

Zugleich ist eine Verständigung mit Wladimir Putin innenpolitisch riskant, da Russland in der amerikanischen Öffentlichkeit stark abgelehnt wird. Zwölf Senatoren forderten Trump auf, von der Vereinbarung Abstand zu nehmen. Der republikanische Abgeordnete Brian Fitzpatrick stellte zudem einen Gesetzentwurf gegen russische Ölkäufe in Aussicht, dessen rasche Verabschiedung jedoch unsicher blieb.

Themen wie Einwanderung und gesellschaftspolitische Konflikte konnten die Aufmerksamkeit bislang nicht von den Lebenshaltungskosten weglenken. In Texas investieren republikanische Unterstützer besonders viel Geld in den Wahlkampf von Ken Paxton gegen den Demokraten James Talarico, während die Partei zugleich versucht, mögliche Verluste in anderen Bundesstaaten zu begrenzen.