Crew-13 erreicht die ISS und verstärkt Expedition 75
Vier Raumfahrer von Crew-13 wechselten nach der Öffnung der Dragon-Luke auf die Internationale Raumstation. Damit umfasste die in der Mitteilung genannte Besatzung der Expedition 75 insgesamt elf Personen.
Die NASA-Astronauten Jessica Watkins und Luke Delaney, der kanadische Astronaut Joshua Kutryk sowie der Roskosmos-Kosmonaut Sergey Teteryatnikov betraten am 1. Oktober 2026 die Internationale Raumstation. Zuvor war die Luke ihres Dragon-Raumschiffs um 21.19 Uhr US-Ostküsten-Sommerzeit geöffnet worden.
NASA Blogs berichtete darüber am Donnerstag, 1. Oktober. Mit dem Wechsel durch die Luke endete für die vier Raumfahrer die unmittelbare Transportphase, und sie schlossen sich der bereits auf der Station arbeitenden Expedition 75 an.
Dort hielten sich bereits die NASA-Astronauten Jessica Meir, Jack Hathaway und Anil Menon auf. Zur Stammbesatzung gehörten außerdem ESA-Astronautin Sophie Adenot und die Roskosmos-Kosmonauten Pyotr Dubrov, Anna Kikina und Andrey Fedyaev.
Nach dem Eintreffen von Crew-13 nannte die NASA somit elf Personen an Bord. Vertreten waren die US-Raumfahrtbehörde NASA, die kanadische CSA, die europäische ESA und die russische Raumfahrtorganisation Roskosmos.
Die Öffnung der Verbindungsluke ist zwar nur ein einzelner Zeitpunkt in einem komplexen Raumflug, markiert aber einen klaren operativen Übergang. Erst danach können die Neuankömmlinge Dragon verlassen, sich innerhalb des Stationskomplexes bewegen und unmittelbar mit der vorhandenen Besatzung zusammenarbeiten.
Die kurze Mitteilung enthielt keine Angaben dazu, wann Crew-13 gestartet oder Dragon an die ISS angekoppelt hatte. Auch der Anflug wurde nicht beschrieben. Bestätigt wurden allein die Uhrzeit der Lukenöffnung, der Eintritt aller vier Besatzungsmitglieder und ihr Anschluss an Expedition 75.
Für eine neu eintreffende Mannschaft bedeutet der Zugang zur Station zugleich die Eingliederung in einen laufenden Betrieb. Die ISS bleibt unabhängig von einzelnen Ankünften ein dauerhaft überwachtes Raumfahrzeug, in dem technische Aufgaben, körperliches Training, Forschung und alltägliche Arbeiten aufeinander abgestimmt werden müssen.
Eine Phase mit elf Personen kann den direkten Austausch zwischen erfahrenen Stationsbewohnern und Neuankömmlingen ermöglichen. Informationen über den Zustand von Systemen oder gegenwärtige Arbeitsabläufe lassen sich persönlich übergeben. Wie lange die in der Meldung aufgeführte Konstellation bestehen sollte, teilte die NASA jedoch nicht mit.
Bemerkenswert ist auch die internationale Zusammensetzung des Dragon-Teams. Neben zwei NASA-Angehörigen reisten ein Astronaut der kanadischen Raumfahrtagentur und ein russischer Kosmonaut in demselben Fahrzeug, während auf der Station bereits US-amerikanische, europäische und russische Besatzungsmitglieder warteten.
Diese Zusammenarbeit ist auf der ISS nicht nur symbolisch. Die Raumfahrer nutzen gemeinsame Bereiche, müssen Sicherheitsabläufe koordinieren und tragen zusammen Verantwortung für den Betrieb eines technisch eng vernetzten Komplexes, auch wenn ihre Heimatagenturen unterschiedliche Programme verfolgen.
Konkrete wissenschaftliche Vorhaben, Außenbordeinsätze oder Wartungsarbeiten von Crew-13 führte der Beitrag nicht auf. Die Veröffentlichung dokumentierte deshalb vor allem einen erreichten Missionsabschnitt und war weder ein vollständiger Arbeitsplan noch eine Bilanz des Aufenthalts.
Für weitere Informationen verwies die NASA auf das Raumstationsblog sowie die ISS-Auftritte bei X, Facebook und Instagram. Zur geplanten Aufenthaltsdauer, zu späteren Besatzungswechseln oder zur Rückkehr von Crew-13 machte die Quelle keine Angaben; über den weiteren Verlauf lässt sich aus dieser Meldung daher nichts Sicheres ableiten.