Aus Bulgarien ausgewiesener russischer Diplomat arbeitet in Belgrad
Alexander Krassij soll nach seiner Ausweisung aus Bulgarien nach Serbien gewechselt sein. Erst Jahre später wurde er dort offiziell als russischer Militärdiplomat geführt.
Der russische Diplomat Alexander Krassij ist nach Recherchen in Serbien eingesetzt worden, nachdem Bulgarien ihn 2021 mutmaßlich zur unerwünschten Person erklärt hatte. Im serbischen Diplomatenverzeichnis von 2026 wird er als Assistent des russischen Militärattachés genannt.
Radio Liberty berichtete darüber am Montag, 12. Oktober. Den Recherchen zufolge war Krassij bereits spätestens 2022 bei einer Veranstaltung der Verteidigungsuniversität in Belgrad zu sehen, lange bevor sein Name in der offiziellen Liste auftauchte.
Die Ausweisung aus Sofia fiel in die Zeit von Ermittlungen zu Explosionen in bulgarischen Waffenlagern und Rüstungsbetrieben. Die Staatsanwaltschaft prüfte damals einen möglichen Zusammenhang mit russischen Staatsbürgern und weiteren Sabotagefällen in Europa. Russland wies eine Beteiligung zurück.
Ausgewertete Datensätze sollen zudem auf Verbindungen Krassijs zum russischen Militärnachrichtendienst und eine Ausbildung an der Militärdiplomatischen Akademie in Moskau hindeuten. Behörden in Bulgarien und Serbien sowie die russische Botschaft beantworteten entsprechende Anfragen nicht.