Ostsee-Anrainer beraten in Warschau über weitere Ukraine-Hilfe
Bei dem Treffen standen Sanktionen, Luftverteidigung und die ukrainische Energieversorgung im Mittelpunkt. Polen und die EU forderten eine europäische Beteiligung an möglichen Friedensgesprächen.
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha nahm am 6. November in Warschau an einer Sitzung des Ostseerates teil. Am Rande des Treffens sprach er unter anderem mit Polens Außenminister Radoslaw Sikorski und der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas über die Unterstützung der Ukraine. Darüber berichtet inPoland.net.pl am Samstag, 7. November.
Die Teilnehmer erörterten zusätzliche Sanktionen gegen Russland, eine Stärkung der ukrainischen Flugabwehr und Hilfen für die Energieversorgung im Winter. Zudem ging es um die Abstimmung vor den für den 10. und 11. November in Abu Dhabi geplanten Gesprächen von Teams aus der Ukraine, den USA und Russland.
Sikorski stellte weitere acht Millionen Zloty für den Kauf von Generatoren in Aussicht. Er betonte, Entscheidungen über die Ukraine dürften nicht ohne deren Zustimmung getroffen werden; auch über die Sicherheit Europas könne nicht ohne europäische Beteiligung verhandelt werden.
Sybiha nannte Sicherheitsgarantien, Deeskalation im Schwarzen Meer, den Schutz der Energieinfrastruktur sowie die Rückkehr verschleppter Kinder und Gefangenenaustausche als zentrale Themen. Kallas verwies darauf, dass Garantien, Sanktionen, Wiederaufbau und ein möglicher EU-Beitritt der Ukraine eine direkte Mitwirkung der Europäischen Union erforderten.