Das kirgisische Außenministerium hat Russland um die schnellstmögliche Rückführung eines Staatsbürgers gebeten, der sich in einer russischen Militäreinheit befindet. Darüber berichtete Radio Liberty (svoboda.org) am Freitag, 6. November.

Bei dem Mann handelt es sich dem Bericht zufolge um den 21-jährigen Elistan Toktogulow. Seine Familie und Freunde erklärten in einem am 3. November veröffentlichten Video, er sei zur Unterzeichnung eines Militärvertrags gedrängt und anschließend zur Ausbildung nach Woronesch gebracht worden.

Toktogulow hatte nach Angaben seines älteren Bruders über Instagram ein Stellenangebot mit einem Monatslohn von 105.000 bis 110.000 Rubel erhalten. Nach seiner Ankunft in Moskau am 28. Oktober soll ihm ein Mann den Pass abgenommen haben. Später sei er aus seinem Hotel geholt, misshandelt und zur Unterschrift unter russischsprachige Unterlagen gezwungen worden, obwohl er die Sprache nicht beherrsche.

Die kirgisische Botschaft in Moskau verlangte von den zuständigen russischen Stellen eine Untersuchung sowie die Ermittlung und Bestrafung möglicher Verantwortlicher. Nach Angaben des Außenministeriums steht die Vertretung fortlaufend mit den Angehörigen in Verbindung.