EU stellt 525 Millionen Euro für Chipentwicklung bereit
Mit Zuschüssen und einer gemeinsamen Designplattform will die Europäische Union junge Halbleiterunternehmen fördern. Europa hält bislang nur einen geringen Anteil am weltweiten Umsatz mit Chipdesigns.
Die Europäische Union will insgesamt 525 Millionen Euro in Start-ups investieren, die Mikrochips entwerfen. Davon sollen 440 Millionen Euro als Zuschüsse der EU-Kommission und der Mitgliedstaaten vergeben werden, um die Entwicklung marktfähiger Schaltungen zu finanzieren.
Radio Free Europe/Radio Liberty berichtete darüber am Mittwoch, dem 4. November. EU-Kommissionsvizepräsidentin Henna Virkkunen erklärte bei der Vorstellung des Vorhabens, eigene Designtechnologien seien für Europas Wettbewerbsfähigkeit in der Halbleiterbranche unverzichtbar.
Weitere 85 Millionen Euro sind für den Ausbau der European Chips Design Platform vorgesehen. Über sie sollen junge Unternehmen spezielle Software, vorgefertigte Schaltungskomponenten, fachliche Beratung und Zugang zu Produktionskapazitäten erhalten.
Nach Angaben der EU-Kommission erzielen europäische Firmen weniger als ein Prozent des weltweiten Umsatzes im Bereich Mikrochipdesign. Die Förderung soll die Nachfrage nach europäischen Fertigungskapazitäten erhöhen und die Halbleiter-Wertschöpfungskette stärken, während der Ausbau künstlicher Intelligenz den Bedarf an Chips wachsen lässt.