Alta-Banka-Aus trifft russische Kontoinhaber in Serbien
Nach dem Lizenzentzug können zahlreiche russische Zugewanderte nicht mehr auf ihre Konten zugreifen. Gegen den Eigentümer und weitere Bankmanager laufen Ermittlungen.
Der Entzug der Banklizenz von Alta Banka hat viele in Serbien lebende Russen von ihren Ersparnissen abgeschnitten. Die serbische Zentralbank begründete ihre Entscheidung vom 31. Oktober mit einer erheblichen Verschlechterung der Finanz- und Liquiditätslage sowie mit Gefahren für die Einleger.
Über die Folgen für die russische Gemeinschaft berichtet Radio Liberty am Montag, 2. November. Alta galt unter den seit 2022 eingewanderten Russen als besonders zugänglich, während andere serbische Institute Konten häufig ablehnten oder zusätzliche Anforderungen stellten.
Am 2. November wurden Eigentümer Davor Macura und zwei weitere Führungskräfte festgenommen. Der Verdacht betrifft die Veruntreuung von rund 45 Milliarden Dinar, umgerechnet etwa 383 Millionen Euro. Zudem prüft die Staatsanwaltschaft Hinweise auf mögliche Geldtransfers ins Ausland und hat dafür Transaktionsdaten angefordert.
Einlagen bis zu 50.000 Euro waren versichert. Auszahlungen sollten nach Angaben der Bank Ende dieser oder Anfang der kommenden Woche beginnen. Bis dahin bleiben Betroffene ohne direkten Zugriff auf ihr Geld und müssen zugleich Mieten, Steuern und laufende Kosten begleichen.