US-Außenminister Marco Rubio hat nach den Beratungen der G20-Außenminister in Atlanta vor überhöhten Erwartungen an eine baldige Friedensvereinbarung für die Ukraine gewarnt. Die Vereinigten Staaten versuchten weiterhin herauszufinden, ob eine Verhandlungslösung erreichbar sei, sähen aber keinen unmittelbar bevorstehenden Durchbruch.

Radio Svoboda (svoboda.org) berichtete am Montag, 2. November, unter Berufung auf europäische Regierungsvertreter zudem von Rubios Zweifeln an einer Teilnahme des russischen Präsidenten Wladimir Putin am für Dezember vorgesehenen G20-Gipfel in Miami. Eine Zusage Putins lag demnach nicht vor.

Rubio verteidigte die diplomatischen Verbindungen zu Moskau und verwies darauf, dass eine Vermittlung Gespräche mit Russland und der Ukraine voraussetze. Kontakte zwischen Washington und Moskau seien auch wegen der Atomwaffenarsenale und möglicher Eskalationsgefahren notwendig. Formelle Verhandlungen über die Ukraine fanden während des Treffens selbst jedoch nicht statt.

Als begrenzteren Ansatz nannte Rubio eine Waffenruhe im Schwarzen Meer, um die Schifffahrt sowie Getreide- und Energielieferungen zu schützen. Die zweitägige Konferenz endete ohne gemeinsames Kommuniqué, da bei den Themen Ukraine, Nahost, Handel und maritime Sicherheit kein Konsens erzielt wurde.