Yotova liegt laut Nachwahlbefragung in Bulgarien vorn
Amtsinhaberin Iliana Yotova kam in den Exit-Polls auf 52,5 Prozent. Andrey Gyurov erreichte demnach 43,4 Prozent.
In Bulgarien fand am 1. Januar die Stichwahl um das Präsidentenamt statt. Nachwahlbefragungen sahen die amtierende Präsidentin Iliana Yotova mit 52,5 Prozent vor dem früheren kommissarischen Ministerpräsidenten Andrey Gyurov, für den 43,4 Prozent der Befragten gestimmt haben wollten. Rund vier Prozent entschieden sich für keinen der beiden.
Über die Zahlen berichtete Radio Svoboda am Sonntag, 1. November. Im ersten Wahlgang am 25. Oktober hatte keiner der 27 Kandidaten eine Mehrheit erzielt. Die Beteiligung fiel mit 23 Prozent auf ein Rekordtief.
Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine und die Gefahren für die Schifffahrt im Schwarzen Meer prägten den Wahlkampf. Im Oktober wurden vier Handelsschiffe nahe der bulgarischen Küste von Drohnen angegriffen. Zwei Schiffe sanken, Besatzungsmitglieder kamen ums Leben oder galten als vermisst. Sofia bat die NATO-Partner um Unterstützung für die maritime Sicherheit.
Yotova befürwortet Gespräche mit Moskau und lehnt Militärhilfe für die Ukraine ab. Gyurov warb dagegen für die Unterstützung Kyjiws und engere Beziehungen Bulgariens zur EU und zur NATO. Das Präsidentenamt ist überwiegend zeremoniell, umfasst aber unter anderem ein Vetorecht sowie den Oberbefehl über die Streitkräfte.