Die deutschen Importpreise lagen im September 2026 um 10,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Gegenüber August erhöhten sie sich um 2,1 Prozent. Das Statistische Bundesamt (Destatis) teilte dies am Freitag, 30. Oktober, mit.

Besonders stark verteuerte sich importierte Energie. Die Preise stiegen binnen Jahresfrist um 61,8 Prozent und gegenüber dem Vormonat um 14,5 Prozent. Strom kostete 96,2 Prozent mehr als im September 2025, Mineralölerzeugnisse 81,3 Prozent mehr. Auch Erdöl und Erdgas verzeichneten Zuwächse von 59,3 beziehungsweise 53,9 Prozent.

Vorleistungsgüter wurden im Jahresvergleich 11,1 Prozent teurer. Überdurchschnittliche Anstiege gab es bei Nichteisenmetallen, elektronischen Bauelementen und Kunststoffen. Ohne Energie gerechnet erhöhten sich die Einfuhrpreise um 5,5 Prozent. Landwirtschaftliche Importgüter verbilligten sich dagegen im Durchschnitt um 0,9 Prozent.

Die Ausfuhrpreise stiegen im September um 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und um 0,6 Prozent gegenüber August. Bei Energieexporten betrug das Plus 58,3 Prozent, bei exportierten Vorleistungsgütern 7,2 Prozent. Steuern und Zölle werden in den Außenhandelspreisindizes nicht berücksichtigt.