In der Lwiwer Gebietsverwaltung haben Vertreter der Regionalbehörden und der staatlichen Behörde für Ethnopolitik die Lage einer Roma-Siedlung in Symna Woda beraten. Darüber berichtete der Telegram-Kanal @people_of_action am Donnerstag, 29. Oktober.

Die etwa zehn Familien mit insgesamt bis zu 30 Bewohnern leben auf einem Grundstück der ukrainischen Eisenbahngesellschaft Ukrzaliznytsia. Da sich die Siedlung im Bereich der Bahntrasse befindet, sieht das Unternehmen Gefahren für den Zugverkehr und mögliche Beeinträchtigungen kritischer Infrastruktur.

Nach Angaben des stellvertretenden Lwiwer Gebietsgouverneurs Iwan Sobko besuchen die Kinder Bildungseinrichtungen und können medizinische Leistungen nutzen. Zudem verfügten die Bewohner über Ausweisdokumente. Zugleich solle der Dialog über die strategische Bedeutung des Areals fortgesetzt werden.

Als denkbare Lösungen nannten die Beteiligten eine vorübergehende Unterbringung der Familien oder ein anderes Gelände zum Wohnen. Bereits am 30. April war der Fall mit Behörden, Polizei und zivilgesellschaftlichen Organisationen besprochen worden; im Juni folgte eine Kontrollvisite des Ombudsmann-Büros.