Zehn Tage vor den US-Kongresswahlen hat die Phase der breiten vorzeitigen Stimmabgabe begonnen. Vor Wahllokalen bilden sich teils Schlangen, doch Fachleute warnen vor voreiligen Rückschlüssen auf die Gesamtbeteiligung, da weniger Menschen per Post abstimmen könnten.

Darüber berichtet Radio Svoboda am Samstag, 24. Oktober. Landesweite Erhebungen sehen die Demokratische Partei vor den Republikanern, wobei bereits eine übliche Abweichung von wenigen Prozentpunkten die Prognosen für die Sitzverteilung deutlich verändern würde.

Präsident Donald Trump versucht, republikanische Anhänger mit zugespitzten Warnungen vor einem Sieg der Demokraten zu mobilisieren. Dass er auch in traditionell republikanisch geprägten Staaten auftritt und seine Partei dort Wahlkampfgeld einsetzt, deutet auf einen verschärften Wettbewerb hin.

Besonders kontrovers verlaufen der Gouverneurswahlkampf in Ohio und das Senatsrennen in Michigan. Persönliche Angriffe sowie Auseinandersetzungen über Religion und Verfassungstreue prägen die Schlussphase, während die tatsächliche Beteiligung und unentschlossene unabhängige Wähler über knappe Rennen entscheiden dürften.