Ukrainische Steuerbehörde stimmt Reformschwerpunkte mit IWF ab
Die Gespräche betrafen digitale Steuersysteme, Risikomanagement und die Eindämmung der Schattenwirtschaft. Zudem bereitet sich die Behörde auf eine TADAT-Bewertung vor.
Der amtierende Leiter der ukrainischen Steuerbehörde, Jurij Konjuschenko, hat mit der IWF-Repräsentantin in der Ukraine, Priscilla Toffano, und ihrem Team über die weitere Reformarbeit beraten. Darüber berichtete der Staatliche Steuerdienst am Freitag, 23. Oktober.
Nach Angaben Konjuschenkos waren die im IWF-Memorandum festgelegten Maßnahmen und Zielvorgaben entweder umgesetzt oder befanden sich in aktiver Bearbeitung. Im Mittelpunkt stehen das Management von Steuerrisiken und Steuerschulden, Prüfverfahren, die Mehrwertsteuerverwaltung sowie interne Struktur- und Leistungsfragen.
Als besondere Aufgabe bezeichnete die Behörde die Digitalisierung und die technische Anbindung ihrer Steuersysteme an Strukturen der Europäischen Union. Parallel dazu läuft die Vorbereitung auf das TADAT-Verfahren, mit dem die Leistungsfähigkeit einer Steuerverwaltung umfassend beurteilt wird.
Besprochen wurden auch Belastungen für die Haushaltseinnahmen, darunter Angriffe auf Unternehmen und die Umsetzung gesetzlicher Neuerungen. Zusätzliche Einnahmemöglichkeiten sieht der Steuerdienst in der Zurückdrängung der Schattenwirtschaft, wofür er eine engere Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen und Strafverfolgungsbehörden für notwendig hält.