Wereschtschuk mahnt Lwiwer Regionalrat zu Pragmatismus
Iryna Wereschtschuk hat die Abgeordneten in der Region Lwiw zu staatspolitischer Verantwortung aufgerufen. Anlass war ihr Beschluss, das Jahr 2027 der UPA und Roman Schuchewytsch zu widmen.
Die stellvertretende Leiterin des ukrainischen Präsidialamtes, Iryna Wereschtschuk, wandte sich am 21. Oktober an den Regionalrat von Lwiw. Das Gremium hatte am 20. Oktober beschlossen, 2027 zum Jahr der Ukrainischen Aufständischen Armee und Roman Schuchewytschs zu erklären; auf polnischer Seite stieß dies auf Unverständnis.
Darüber berichtete inPoland.net.pl am Donnerstag, 22. Oktober. Wereschtschuk forderte die Abgeordneten zu Pragmatismus und staatspolitischer Verantwortung auf und mahnte, kommunale Rechte nicht losgelöst von den außenpolitischen Interessen der Ukraine zu betrachten.
Sie verwies auf Polens zentrale Rolle für die militärische und wirtschaftliche Logistik der Ukraine. Über das Nachbarland gelangten Waffen und weitere lebenswichtige Hilfsgüter ins Land; zugleich sei Warschaus Unterstützung für den angestrebten Beitritt zur EU und zur NATO bedeutsam.
Wereschtschuk erinnerte zudem an fast eine Million Ukrainer, die in Polen Schutz gefunden hätten. Gerade bei Fragen der historischen Erinnerung müsse umsichtig gehandelt werden, da Spannungen zwischen beiden Ländern ihrer Einschätzung nach ausschließlich Russland zugutekämen.