Polnische Bauernverbände stellten Proteste im ganzen Land in Aussicht, deren Schwerpunkt in Warschau liegen sollte. Als Gründe nannten sie teureren Kraftstoff, Dünger und Energie, schlechte Ernten sowie niedrige Ankaufspreise, die viele Betriebe bei der Rückzahlung ihrer Kredite belasteten.

Am Donnerstag, 15. Oktober, berichtete inPoland.net.pl über die Drohungen. Adrian Wawrzyniak, Sprecher der Solidarność Rolników Indywidualnych, verglich die Lage der polnischen Landwirtschaft mit einem Pulverfass, dem nur noch ein Funke fehle.

Nach seinen Angaben wollten die Landwirte diesmal keine beliebigen Straßen über längere Zeit sperren. Vorgesehen waren vielmehr kürzere und gezielte Aktionen gegen Behörden und Einrichtungen, die politische Entscheidungen treffen. Unbeteiligte Bürger sollten möglichst nicht im Mittelpunkt der Beeinträchtigungen stehen.

Sollte die Regierung untätig bleiben, könnten die Proteste laut Wawrzyniak Formen wie in Frankreich annehmen; dabei brachte er auch das Abladen von Mist in Warschau ins Spiel. Die Bauern forderten ein umfassendes Krisenprogramm mit Liquiditätshilfen, Unterstützung beim Schuldendienst und günstig besteuertem Kraftstoff direkt beim Kauf.