Krankheitskosten in Deutschland steigen auf 528,5 Milliarden Euro
Die direkten Kosten von Krankheiten und Gesundheitsproblemen nahmen 2024 um 7,6 Prozent zu. Besonders hoch war die Belastung bei älteren Menschen.
Krankheiten und Gesundheitsprobleme haben in Deutschland 2024 direkte Ausgaben von 528,5 Milliarden Euro verursacht. Gegenüber dem Vorjahr war das ein Anstieg um 37,5 Milliarden Euro beziehungsweise 7,6 Prozent. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag, 8. Oktober, mit.
Je Einwohner erhöhten sich die Kosten um 430 Euro auf durchschnittlich 6.330 Euro. Bei Frauen lagen sie mit 6.960 Euro um 22,5 Prozent über dem Wert für Männer von 5.680 Euro. Als wesentliche Gründe nennt Destatis neben geschlechtsspezifischen Faktoren die höhere Lebenserwartung von Frauen und ihren größeren Anteil an der älteren Bevölkerung.
Den größten Kostenblock bildeten Kreislauferkrankungen mit 69,4 Milliarden Euro, dicht gefolgt von psychischen und Verhaltensstörungen mit 68,7 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte der Gesamtsumme entfiel auf Menschen ab 65 Jahren: Für diese Gruppe wurden 284,3 Milliarden Euro beziehungsweise 15.080 Euro pro Kopf ermittelt.
Erfasst werden unmittelbar mit Behandlung, Prävention, Rehabilitation und Pflege verbundene Ausgaben. Volkswirtschaftliche Folgekosten wie Arbeitsausfälle sind in der Rechnung nicht enthalten.