Illegale Zigarettenfabrik in Polen ausgehoben
Bei einem Einsatz in Niederschlesien nahmen Ermittler neun Männer fest. Sichergestellt wurden Waren im Wert von fast 18 Millionen Zloty sowie umfangreiche Produktionsanlagen.
Polnische Sicherheitsbehörden haben eine illegale Zigarettenproduktion in der Woiwodschaft Niederschlesien stillgelegt. Die Fabrik war in einem Lagerkomplex am Stadtrand untergebracht und wurde über eigene Energiequellen versorgt, um den Betrieb möglichst unauffällig zu halten.
Darüber berichtete inPoland.net.pl am Freitag, 9. Oktober. Bei der Razzia am 1. Oktober trafen Polizisten und Grenzschützer drei Polen und sechs Paraguayer während der laufenden Produktion an und nahmen sie fest.
Die Einsatzkräfte beschlagnahmten fertige Erzeugnisse im Wert von knapp 18 Millionen Zloty. Hinzu kamen Produktions- und Verpackungsmaschinen im Wert von mehr als 2 Millionen Zloty, 22 Tonnen Tabakstaub sowie über 10 Tonnen Abfälle wie beschädigte Zigaretten, Papier und Verpackungen.
Die Staatsanwaltschaft in Oleśnica wirft den neun Beschuldigten die Mitgliedschaft in einer organisierten kriminellen Vereinigung und die Herstellung großer Zigarettenmengen vor. Ein Gericht ordnete zunächst drei Monate Untersuchungshaft an. Im Fall einer Verurteilung drohen ihnen bis zu acht Jahre Haft.