Polnische Grenzschützer haben am 26. September eine 23 Jahre alte Ukrainerin bei ihrer Einreise aus der Ukraine festgenommen. Die Ermittler bringen sie mit einem System in Verbindung, das Ausländern mithilfe fingierter Beschäftigungsunterlagen die Einreise ermöglicht haben soll.

Darüber berichtete inPoland.net.pl am Donnerstag, 8. Oktober. Die Beschuldigte wurde der Bezirksstaatsanwaltschaft in Łódź übergeben. Ihr werden die Organisation unerlaubter Grenzübertritte und die betrügerische Beschaffung falscher Bescheinigungen vorgeworfen; ein Gericht ordnete drei Monate Untersuchungshaft an.

Nach bisherigen Erkenntnissen entstanden landesweit etwa 130 Unternehmen, die keine reale wirtschaftliche Tätigkeit ausübten. Dennoch sollen sie rund 11.500 Erklärungen über die Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte ausgestellt haben. Die Dokumente wurden den Angaben zufolge für Visa und die Einreise nach Polen genutzt, ohne dass die Betroffenen anschließend die angegebenen Stellen antraten.

Bereits im Mai waren in dem Verfahren eine Polin, ein Belarusse und eine weitere Ukrainerin festgenommen worden. Sie befinden sich ebenfalls in Untersuchungshaft. Weitere Zugriffe werden nicht ausgeschlossen.