Der amtierende Leiter der ukrainischen Steuerbehörde, Jurij Konjuschenko, hat mit Vertretern des IWF und der Weltbank über bisherige Reformen und die weitere Modernisierung der Steuerverwaltung beraten. Darüber informierte der Staatliche Steuerdienst der Ukraine am Dienstag, 13. Oktober 2026.

Im Mittelpunkt stehen planbare Staatseinnahmen und eine höhere freiwillige Regelbefolgung durch Steuerpflichtige. Ein im Juli abgeschlossenes Pilotprojekt zum Management steuerlicher Risiken wurde ausgewertet; der Regierung liegt nun ein Bericht zur Entscheidung über die Fortführung des Systems vor.

Künftig soll der risikoorientierte Ansatz breiter eingesetzt werden, um Auffälligkeiten besser zu erkennen und Kontrollkapazitäten effizienter zu verteilen. Parallel entwickelt die Behörde mit Unterstützung des IWF neue Leistungskennzahlen, die neben dem Steueraufkommen auch Servicequalität, Compliance, Prüfungen, Personalmanagement und Transparenz abbilden.

Auch die Digitalisierung bleibt ein Schwerpunkt. Der bis 2030 angelegte Entwicklungsplan umfasst automatisierte Abläufe, digitale Dienstleistungen, die Segmentierung von Steuerpflichtigen und eine datenbasierte Compliance-Steuerung; IWF, Weltbank und weitere Partner sollen ihre Hilfe entlang dieser gemeinsamen Reformziele koordinieren.